Schönholz: Der Heide-Bunker

In der Schönholzer Heide gibt es immer noch einen Bunker, einige Besucher verwechseln auch heute noch das versunkene Heide-Theater mit einer Bunkeranlage.

Schönholzer Heide Theater
Heide Theater

Den noch erhaltenen oberirdischen „Heide-Bunker“ kennt so ziemlich jeder Pankower. Er liegt an der Ziegelsteinmauer des Schützenhauses „Schloss Schönholz“, gut sichtbar zwischen Hermann-Hesse-Straße und geschottertem Fußballplatz.

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Heide- bzw. Luna Bunker

Nach verstärkten Luftangriffen auf Pankow diente er zunächst als öffentlicher Schutzbunker, bevor aus Platzmangel Luftschutzbunker in den Kellern der Wohnhäuser angelegt wurden.

Schönholzer Heide Bunker von Innen
Bunker Inneres

Später gehörter der Bunker zum Zwangsarbeiterkomplex „Luna Lager“. Nur sehr Wenige kennen noch die zwei alten Geschütztürme mit ihren Schießscharten, diese dienten wohl der Bewachung des sogenannten „Luna-Lager“. Sie liegen südlich und nördlich der Straße vor Schönholz.

Geschützturm
Geschützbunker Straße vor Schönholz

Den Namen bekam das Lager von den Pankowern, da es auf dem Gelände des ehemaligen „Luna Park“-Nachfolger „Traumland“ stand. In Pankow gab es zahlreiche Zwangsarbeiterlager, das „Luna-Lager“ war das zweitgrößte in Berlin. Zahlreiche Baracken standen auf dem Gelände des alten Vergnügungsparks „Traumland“. Auch die „Thiemannschen Festsäle vor Schönholz“ sowie das „Schloss Schönholz“ dienten zur Unterbringung.

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Restaurant Schloss Schönholz

Die Zwangsarbeiter wurden unter anderen in den Deutschen Waffen und Munitionsfabriken AG Berlin Borsigwalde, in den Argus Motorenwerken Berlin Reinickendorf sowie den Bergmann Elektrizitätswerken eingesetzt.

Kriegsgräbergedenkstätte
Ehrenhain für die Kriegsopfer

Ein kleiner eingezäunter Ehrenhain mit Gedenktafeln erinnert heute noch an die Opfer des II. Weltkrieges. Ein weiterer Bunker soll sich laut einem „NVA Forum“ angeblich unter einem der zwei „Knochenberge“ befinden.

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Kimpostierpkatz Bezirksamt, Knochenberge

Diese sind die abgetragenen Reste des Friedhofs VI, der 1943 aus Platzmangel für innerstädtische Bombenopfer angelegt und bereits 1946 teilweise wieder geschlossen wurde. Ein Bunker befindet sich darunter nicht. Wer abseits der Wege etwas stöbert, findet große Betonbrockenansammlungen, viele schon überwachsen.

Betonreste Schönholzer Heide
Fundamrntbrocken Luna Lager

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Fundamentbrocken der Zwangsarbeiterbaracken. Hinzu kommen noch abgetragene Reste von zerbombten Mietshäusern sowie Hausmüll, den anliegende Bewohner zu DDR Zeiten hier deponierten.  Die noch existierenden unterirdischen Zugänge gehören zu Versorgungsräumen und Schächten von „Traumland“, „Luna-Lager“ und „Heidetheater“. Aber auch diese sind inzwischen teilweise oder ganz mit einer Mischung aus militärischen Überresten und Steinschutt verfüllt.

Autor: Christian Bormann, 27.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 06.02.2016

Bilder:
Hintze CPS
Nadine Kreimeier
NVA-Forum
historische Ansichten Pankow
Wikipedia

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