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Wasserwerk und Wasserturm Uhlandstraße

Zu den längst verschwundenen Bauwerken in Pankow gehört der Wasserturm Niederschönhausen in der Uhlandstraße.

Wasserwerk Uhlandstraße Niederschönhausen
Wasserwerk und Wasserturm 1910

Wasserwerk und Wasserturm wurden 1903 erbaut und waren fast 20 Jahre das Herzstück der Wasserversorgung in Niederschönhausen. In den 1920er Jahren wurde diese Technik durch unterirdisch verlegte Druckwasserleitungen ersetzt.

Wasserwerk Uhlandstraße Niederschönhausen
Wohnhaus Uhlandstraße 20

Schon 1928 wurde der Wasserturm wieder abgerissen. Das alte Wasserwerk blieb erhalten und ist heute ein Wohnhaus in der Uhlandstraße 20. Auch in Rosenthal und der Pankower Thulestraße standen fast baugleiche Türme.

Autor: Christian Bormann 18.02.2015
technische Leitung: Nadine Kreimeier
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 10.04.2016

Der Heinersdorfer Rathausturm – Wasserturm

Das Rathaus Heinersdorf, ehemals an der Berliner Straße 66, seit einiger Zeit Tino-Schwierza-Straße, wurde 1910 fertig gestellt. Der Turm sollte ursprünglich nur der zentrale Mittelteil eines riesigen Rathauses werden. Mit 46 Metern Höhe war der Stahlbetonbau damals nicht zu übersehen. Eine riesige Uhr zierte die Fassade, gekrönt wurde der Rathausturm durch eine prächtige kupferne Kuppel.

Heinersdorfer Rathausturm

Zur Zeit seiner Errichtung war der Turm eine echte Innovation, ein Rathaus mit integriertem Wasserturm. Heute ist das Bauwerk den meisten ausschließlich als Wasserturm bekannt. Durch Ausbruch des 1. Weltkriegs zogen die Amtsstellen nie in das Rathaus ein. Nach Ende des 1. Weltkriegs wurde kein Rathaus mehr benötigt, denn 1920 wurde Heinersdorf nach Groß Berlin eingemeindet. Aber auch Wasser sah der Wasserturm nie, denn mittlerweile gab es unterirdische Druckwasserleitungen.

Heinersdorfer Rathausturm

Vor dem Rathausturm lag auf einem kleinen Hügel die Heinersdorfer Mühle. Direkt am Turm wurde 1934 bis 1935 eine Gemeindeschule mit Turnhalle gebaut. Im 2. Weltkrieg wurde dann 1944 eine Flakstellung auf dem Dach des Gebäudes errichtet.

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Nach Ende des 2. Weltkriegs übernahm die Rote Armee den Turm und installierte ihrerseits einen Horchposten. Dieser diente der Flugüberwachung von Tegel. Gleichzeitig wurden die beiden unteren Etagen als Schule genutzt.

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Nach Abzug der Besatzungsmächte stand der Turm leer und wurde trotz Denkmalschutz vom Bezirksamt zum Verkauf angeboten. Der Rathausturm wurde 2008 verkauft. Hier sollten nun exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Am 24. Juni brannte der Turm dann völlig aus. Die Brandursache bleibt bis heute unbekannt.

 

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Link zum 360° Panorama vom Turm

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Videolink:

Autor: Christian Bormann 21.08.2014
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 06.02.2016

Bilder: Christian Bormann, Nick Nac, Guido Kunze

Letzte Bearbeitung: 18.02.2018