Pankow auf dem Tausend Mark Schein

Bei den Berliner Stadtkassenscheinen handelt es sich um sogenannte Serienscheine, ausgegeben aufgrund der Deutschen Notgeldverordnung vom 9.September 1921. Über die Pankower Stadtkassenscheine zu 50 Pfennig hatten wir schon berichtet. Beim stöbern in meiner Sammlung fand ich dann dieses Exemplar eines Tausend Mark-Scheines.

Christian Bormann
Eintausend Mark Stadtkassenschein des Magistrats der Reichshauptstadt

Auf der Rückseite ist die Karte aller Berliner Stadtbezirke von 1922 zu sehen. Anlass dieser Abbildung war die Gebietsreform von Groß Berlin und die Eingemeindung von Pankow. Diese fand 1920 statt. Der hier abgebildete Notgeldschein wurde schon kurz nach Ausgabe abgewertet. Die Inflation 1923 schritt so rasch voran, dass die Stadtkassenscheine schon kurz nach Ausgabe kaum noch Wert hatten.

Christian Bormann
1000 Mark der Stadtkasse der Reichshauptstadt Berlin

Da die Geldscheine ihren Wert schneller verloren, als sie nachgedruckt werden konnten, erfolgte als Notmaßnahme eine Überstempelung. In diesem Fall wurden aus Tausend Mark Drei Millionen. Einige Monate später wurden die Scheine schon zu Milliarden überstempelt. So konnte ein Laib Brot schon mal Zwanzig Milliarden Mark kosten.

Autor: Christian Bormann, 09.10.2015
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 31.03.2016

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