Parfümfabrik W. Reichert Pankow

Zum Wandel vom Dorf Pankow zum wohlhabenden Vorstadtbezirk trugen nicht nur Größen wie die Borsig Elektrizitätswerke bei. Eine Vielzahl kleinerer Unternehmen und Fabriken leistete einen nicht unerheblichen Beitrag zu dieser Entwicklung. Neben der Berliner Wagenachsenfabrik und der Karosseriefabrik der Gebrüder Wienicke hatten auch kosmetische Chemiefabriken und Hersteller orthopädischer Artikel ihren Anteil am Wohlstand von Pankow.

Reklame,E.Reichert's Rosaderma

Zu jenen Vorzeigeunternehmen des 19. Jahrhunderts gehörte ab 1884 auch die Parfümfabrik W. Reichert in der Schulzestraße 29-34. Beliebte Artikel waren „Reichert’s Rose-Pon-Pon“, „Rosaderma“ und „Carneval-Schminken“.

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Die Fabrik zog 1917 in die Berliner Straße 16 um. In den 20er Jahren gehörte das Feinmachen der Damen zum guten Ton. Zahlreiche Tanz-Bälle und Festlichkeiten, wie sie gerade für Pankow bekannt waren, boten Gelegenheit, sich vom Alltag abzulenken.

Reklame,E.Reichert's Carneval-Schmiken

Reicherts Schminken und Puder waren in aller Munde.
Ab 1936 wechselte die Fabrik erneut ihren Standort. W. Reicherts Parfümfabrik arbeitete fortan in der Bornholmer Straße 7 weiter.

Reklame W.Reichert's Pankow Rosaderma Hautcréme

Autor: Christian Bormann 28.12.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 30.03.2016

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