Das vergessene Olympiahaus Pankow

Viele kennen das kleine schmucke Haus an der Berliner/Ecke Mühlenstraße. In der Kaiserzeit um 1914 gebaut, ist der neobarocke Putzbau mit seinem Klinkersockel heute eine echte Rarität in Berlin.

 

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Bedürfnissanstalt 1996

Der Bau diente ursprünglich als Haltestelle mit Wartehalle und Fahrkartenverkauf. Zwischen Berliner Straße/Ecke Mühlenstraße, sowie Vinetastraße und Elsa-Brändström-Straße befand sich damals der zentrale Verkehrsknotenpunkt in Pankow. Die Berliner Straße war schon immer die Verbindungsstraße nach Berlin.

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Auskunftsstelle Olympiade 1936

Um die Kosten ihrer Pflege gab es oft Streit, bis Pankow sie 1912 von Berlin kaufte. Von den ersten Droschkenkutschen, über die Pferdebahn bis hin zur elektrischen Bahn sowie Omnibussen hielten hier alle damaligen Verkehrsmittel, ab 1930 auch die U-Bahn. Als Deutschland 1936 die Olympischen Spiele veranstaltete, befand sich hier die offizielle „Auskunftstelle des Olympia Verkehrs und Quartieramts Pankow“.

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Foto von Andreas Hennig 2016

Danach wurde das Haus zu einer öffentlichen Bedürfnisanstalt umgebaut.  Vor wenigen Jahren erst restauriert, beherbergt es heute einen „China-Imbiss“.

Autor: Christian Bormann, 12.07.2014
technische Leitung: Nadine Kreimeier
Redaktionelle Bearbeitung: Martina Krüger, 06.02.2016

Quelle:
Die Denkmale in Berlin Pankow/ Landesdenkmalamt Berlin & Bezirksamt Pankow von Berlin
Berlin-Pankow wie es früher war / Wartberg Verlag, Foto(3) Andreas Hennig

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